Chiesa di Sant'Ansovino di Avacelli

Overview

ID: #7774
Typ: Alte Kirchen und Abteien
Provinz: Senigallia Corinaldo und Frasassi
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Karte





KIRCHE SANT’ANSOVINO DI AVACELLI

Wo liegt sie: Arcevia, Ancona

Baujahr: XI Jh.

Wie erreicht man die Kirche von Sant’Ansovino di Avacelli: von der A14 aus dem Norden Richtung Ancona, Ausfahrt Senigallia, weiter Richtung Sassoferrato, durchqueren Sie Bettolelle, Osteria, biegen Sie in die SP 14 ab und folgen Sie der Beschilderung nach Arcevia. Von Süden Ausfahrt Ancona Nord und weiter auf der SS76, fahren Sie Richtung Sassoferrato, durchqueren Sie Camponocecchio und fahren Sie weiter Richtung Arcevia. Von Arcevia fahren Sie auf der SP 15 von  Genga Richtung Avacelli.

Besuchszeiten: die Kirche kann nur nach Vereinbarung besucht werden

Touristen-Infos: Gemeinde Arcevia (Corso Mazzini, 67 – AN) 073 198 991

Sehenswürdigkeiten in der Nähe
: Arcevia, Pergola, Serra de ‘Conti, Genga, Frasassi Höhlen, Fabriano, Corinaldo

Warum sollten Sie die Kirche Sant’Ansovino di Avacelli besuchen:

Die ländliche Kirche von Sant‘ Ansovino oder Sant’Ansuino in Avacelli, beim Fosso di Fugiano, auf der Straße die nach Serra San Quirico führt stehend, ist die eindrucksvollste der Gegend nicht nur weil  sie sehr alt ist, sondern auch weil sie zu den Besitztümer  des Templerordens zählt, wovon man verschiedene Spuren erkennen kann. Auch die geographische Lage des Gebäudes, isoliert und am Fuße eines Berges, hat zur Verbreitung von mehreren Legenden beigetragen, die die Bewohner der Region und die Besucher immer fasziniert haben.

Die Geschichte der Kirche von Sant’Ansovino di Avacelli:

Auch wenn man vermutet, dass sie schon im Jahr 900 existierte,  stammen die ersten zuverlässigen Dokumente aus dem Jahr 1082 und darin ist die Rede von einem Besitz der Langobarden, den der Abtei von San Vittore sul Sentino gespendet wurde. Die Eigentümer der Langobarden reichten bis über die Bergkette, die die Wasserscheide zwischen den Tälern von Sentino und Misa bildet, vom Berg Murano bis Arcevia, von Genga bis Castiglioni: die Kirche wurde vermutlich zwischen den X und XI Jahrhundert gegründet und dem heiligen Bischof Ansovino widmet, Patron von Camerino zu dessen Diözese sie immer noch gehört. Im Jahre 1199  zählt die Kirche zu den Eigentümer der Abtei von Sant‘Elena sull’Esino um dann in den Besitz der, im Jahre 1308 von Papst Clemens V angeklagten Templer zu kommen, die sie als Land-Villa  verwendeten.

Die Kirche wurde mehrmals zwischen dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert umgebaut, wurde Gemeinde zwischen dem 1376 und 1520 und anschließend abhängig von San Lorenzo di Avacelli. Restauriert und für den Gottesdienst in den späten zwanzigsten Jahrhunderts wieder eröffnet, hat sie ihren früheren Glanz und den Charme eines mittelalterlichen Anbetungsorts, streng und einfach, wiedererlangt. Von der ursprünglichen Struktur bleiben die Fassade, ein unterirdischer Raum als Beinhaus bestimmt und eine Reihe von in einem einzigen  Schiff gebauten Kapitellen.

Die Fassade erscheint dreiteilig in vertikaler Richtung gegliedert und schließt das kleine Portal mit Rundbogen ein, eine Nische – die eine von den Templern geschnitzte Steinplatte einschließt, worauf die symbolische Ikonographie des Prozessionskreuzes von sechs Kugeln umgeben hinweist – und ein kreisförmiges Fenster. An der rechten Wand, das mit einem Bauernhaus geteilt wird, kann man eine Bogenfriesdekoration in Langobarden-Stil und zwei Monoforien bewundern.

Der Innenraum, mit einem einzigen Schiff, in einer halbrunden Apsis endend, ist mit einem Dachstuhl mit Dachbindern versehen, obwohl ursprünglich der Raum in zwei Jochen, von Kreuzrippengewölbe überragt, geteilt wurde. Als Hinweis dafür dienen die Halbsäulen entlang der Wände, die den wahren Schatz von Sant’Ansovino zeigen: die im VIII Jahrhundert von lokalen Handwerkern mit barbarischer Abstammung derb geschnitzte Kapitelle. Die Dekorationen, mit einem Stil der typisch ist für hochmittelalterliche Kunst mit Langobarden-Einfluss, repräsentieren Betende. Sehr interessant die weibliche Hauptfigur mit Ohrringe und Krone dargestellt, während ihr, eine gegebenen Falls gekrönte männliche Figur gegenüber steht, die in den auf der rechten Seite der Apsis platzierte Kapitelle befindet. Also zwei königliche Figuren, die vielleicht die Beschützer der Kirche darstellen. Neben der weiblichen Figur steht ein Adler, Symbol der Macht und des Adels. Diese gekrönte Figuren, als einziges Beispiel für romanische Kunst in der Gegend, könnten, so wie andere dekorative Elemente auch, aus wiederverwendeten Material, das zu einem anderen älteren religiösen Gebäude gehörte, abstammen.

Es gibt mehrere Legenden, die sich um die Sant’Ansovino Kirche drehen. Die Menschen in der Region erzählen, dass es ein altes Sprichwort gibt: Sant’Ansuino de’ fossi („von den Gruben“) ist mehr wert als San Pietro. Es wird in der Tat erzählt, dass hier, auf einem Hügel ganz in der Nähe, einen alten vergrabenen Schatz beherbergt wird, der lange durch einige noch sichtbare Ausgrabungen gesucht wurde. Die Legende besagt, dass Einige tatsächlich einen Schatz gefunden haben sollen, aber ein Junge kam aus dem Nichts, und befahl Ihnen alles auf seinen Platz wieder zu stellen weil, “wenn der Opa aufwacht, wird es Ärger geben.” Unmittelbar nachdem verschwand der Junge wieder und ein Tornado trug alle Anwesenden weg, außer einem der aber sein Verstand vollkommen verloren haben soll.

Eine andere Geschichte erzählt über den Hausmeister, der im siebzehnten Jahrhundert im angrenzenden Haus lebte und von den Legenden fasziniert, das Prozessionskreuz in der Mitte öffnete – der Spalt ist noch sichtbar -, aber er fand kein Gold, sondern nur einen Tannenzapfen aus Ton, während andere Geschichten von den Graben in der Nähe erzählen, ” omo morto ” genannt (toter Mann), wo der Name schon an dunklen Ereignisse denken lässt.

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